Kunstrad

Was ist Kunstradfahren?

Diese oder eine ähnliche Frage mag sich schon so mancher gestellt haben, der kurz von dieser Sportart gehört hat. Kunstradfahren ist eine sehr trainingsintensive Sportart. Bereits Anfänger üben normalerweise zweimal wöchentlich ca. eine Stunde. Kunstradfahren beansprucht dabei praktisch die gesamte Muskulatur. Es fördert und fordert die Sportler vor allem in den Bereichen Beweglichkeit, Koordination, Konzentration, Kondition und Mut.

Wettkämpfe werden beim Kunstradfahren in verschiedenen Disziplinen ausgetragen: Einer-, Zweier-, Vierer- und Sechser-Kunstradfahren sowie Vierer- und Sechser-Einradfahren.

Das Einer-Kunstradfahren ist dabei mit dem Geräteturnen vergleichbar. Es beinhaltet Sprünge, Gleichgewichts-, Kraft- und Halteübungen. Eine zusätzliche Schwierigkeit bei der Ausführung ist das wacklige Fahrrad.

 

Beim Mannschaftsfahren benutzt jeder Sportler ein eigenes Fahrrad. Artistische Elemente sind kaum vorhanden, vielmehr ist das Ziel eine möglichst harmonische Ausführung der verschiedenen Übungen. Dafür braucht man als Sportler vor allem ein hervorragendes Reaktionsvermögen und viel Teamgeist.

Die Fahrräder sind handgearbeitete Spezialanfertigungen. Sie besitzen keine Bremsen und keinen Freilauf. Dafür kann man mit ihnen hervorragend vorwärts und rückwärts fahren, sowohl im Niederrad (beide Räder auf dem Boden) als auch im Steiger (nur auf dem Hinterrad fahrend). Die Fahrräder werden vom Verein zur Verfügung gestellt.

Unsere Trainingszeiten und Ansprechpartner

Das ideale Einstiegsalter für diese interessante Sportart liegt bei 6 bis 7 Jahren. Alle, die mal reinschnuppern wollen, sind dazu herzlich eingeladen.

Montags: 17-22 Uhr
Freitags: 16-19 Uhr

Turnhalle der Grundschule
Pfaffendorfer Höhe
Carlo-Mierendorff-Straße          

Trainerin:
Sonja Kratz
Kirschblütenweg 10
56072 Koblenz
Tel.: 02 61 / 5 79 31 33

Kunstradtrainer

Baujahr: 1982

Kunstradfahrer seit 1988

Bewertung

Fahrfläche
Länge:                12,0-14,0 m
Breite:                  9,0-11,0 m
Innenkreis-Ø:               0,5 m
Mittelkreis-Ø:                4,0 m
Außenkreis-Ø:               8,0 m
Viertelkreisteilung:        0,5 m

 

Die Wettkampfregeln sind in einem weltweit gültigen Reglement festgeschrieben. Dieses Regelbuch nennt für jede Wettkampfdisziplin - Einer-, Zweier-, Vierer und Sechser-Kunstradfahren - jeweils 150 - 200 verschiedene Übungen. Aus diesem festgelegten Repertoire stellt der Sportler seine Kür mit einer festgelegten Anzahl von Übungen zusammen und kann zudem seine Begleitmusik frei wählen.

Die maximale Zahl von Übungen umfaßt: im Einer 30 Übungen, im Zweier 25 Übungen, im Vierer und Sechser 30 Übungen.

Je nach Schwierigkeitsgrad erhält man für jede Figur eine bestimmte Punktzahl, die im Fachjargon als Wertungsziffer bezeichnet wird. In der Addition der einzelnen Programmteile ergibt sich somit eine Schwierigkeitspunktzahl, die über die Startreihenfolge bei Wettbewerben entscheiden.

 

Gesamtpunktzahl
Die Gesamtpunktzahl ergibt sich aus der Addition der Punktzahlen der einzelnen Übungen z. B. 139,00 Punkte (Schwierigkeitspunktzahl).

Startreihenfolge
Die Sportler starten in der Reihenfolge der aufgestellten Gesamtpunktzahl. Der Fahrer mit der höchsten aufgestellten Gesamtpunktzahl geht zuletzt an den Start.

Bewertung
Die Bewertung wird getrennt in Ausführung, d. h. Form der Darbietung und Schwierigkeit (Inhalt).

Punktabzüge
Punktabzüge bei der Ausführung können sein:

0,2 Punkte (X): bei leichten oder nur kurzzeitig auftretenden Fehlern.

0,5 Punkte (~): bei "nichtflüssiger Fahrweise", schlechter Körperhaltung, Überfahren der Flächenbegrenzung oder 4 m Kreislinie nach innen.

1,0 Punkte (|): Kurzes Berühren des Bodens (sogenannte Tipper). Anfassen und wieder Loslassen des Lenkers oder Rades bei freihändigen Übungen, Abstützen am Lenker bei Drehsprüngen oder Hocken.

2,0 Punkte (O): Sturz oder wenn z. B. beim 2er Kunstradfahren ein Rad außerhalb der Coaching-Zone gelagert wird.

Punktabzüge bei der Schwierigkeit können sein:

Wegstre >Reihenfolge: wenn Übungen weggelassen werden oder nicht in der richtigen Reihenfolge gezeigt werden, werden für die entsprechende Übung ebenfalls 100% der Punkte abgezogen.

Haltung: bei nicht korrekter Haltung der Arme und Beine kann bei einer Abweichung von mehr als 20° aus der Waagerechten ebenfalls eine Abwertung von 100% gegeben werden.

 

Bonuspunkte
Je nach Disziplin gibt es einige Übungen, die "taktisch" erweitert werden können. Als Beispiel seien hier die Drehungen genannt. So kann der Sportler z. B. eine Übung mit einer Drehung einreichen. Wenn er sich während der Darbietung besonders fit fühlt, kann er die Übung auch mit 1,5 oder sogar 2 Drehungen vorführen. Dafür bekommt er dann Punkte gut geschrieben. Punktabzüge in der Schwierigkeit betreffen übrigens nur den Grundwert, aber nie die Bonuspunkte der Übung.

Endresultat
Das Endresultat der Wettbewerbe ergibt sich, wenn von der aufgestellten Gesamtpunktzahl die Summe aller Fahrfehler abgezogen ist und die Bonuspunkte addiert wurden. Sollte ein Fahrer so viele Fahrfehler gemacht haben, dass er eine negative Punktzahl erreichen würde, so wird das Ergebnis mit Null Punkten angegeben.